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rechts: blaue spiegelnde Glaswand, links daneben Pflaster, links im Hintergrund: weißes Gebäude mit gelbem Aufbau und geschwungenem Dach

NS-Menschenversuche: Forscher machen 16.000 Schicksale sichtbar

Dass während der Zeit der NS-Diktatur Versuche an Menschen unternommen wurden, ist schon länger bekannt. Eine neue Datenbank, die auf Initiative der Max-Planck-Gesellschaft und der Universität Leopoldina entstand, macht 80 Jahre nach Ende des NS-Regimes die Schicksale der rund 16.000 Opfer der NS-Zwangsforschung sichtbar. Zu ihnen gehörten neben Menschen in Konzentrationslagern auch Opfer der so genannten „Euthanasie“-Morde und Kriegsgefangene, aber auch Zivilist*innen. Grundlage für die neue Datenbank sind Forschungsergebnisse von Wissenschaftler*innen der britischen Oxford Brookes University in Oxford und der Max-Planck-Gesellschaft.

„Diese Datenbank leistet einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zur Forschung über die nationalsozialistischen Verbrechen. Die Initiator*innen machen auf ein wichtiges Kapitel der Vergangenheit Deutschlands aufmerksam,“ kommentiert Catrin Wahlen, bündnisgrüne Sprecherin für Inklusion und Senior*innenpolitik im Berliner Abgeordnetenhaus. „Für Angehörige der Opfer der nationalsozialistischen Zwangsforschung kann es von großer Bedeutung sein zu wissen, was mit ihren Verwandten passierte. Dass die Profile der Opfer auch für die Öffentlichkeit zugänglich sind, halte ich für einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur – nicht nur für die direkt Hinterbliebenen, sondern für uns als Gesellschaft als Ganzes. Wenn jetzt wieder über Register für queere Menschen und Menschen mit Psychiatrieerfahrung schwadroniert wird, sollten diese Schicksale eine deutliche Mahnung sein.“

Quelle: Neue Datenbank macht Opfer von Menschenversuchen sichtbar – tagesschau.de vom 18.08.2025

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