Mobilität und Verkehr

Fußverkehr:

Berlin hat mit dem Mobilitätsgesetz das erste Gesetz in Deutschland vorgelegt, welches Fußgänger*innen als wichtigen Teil des städtischen Verkehrs anerkennt. Denn die meisten Wege gehen wir zu Fuß – manchmal bis zur Bushaltestelle oder zur Bahn, manchmal gleich den ganzen Weg. Im Gesetz ist die Stellung des Fußverkehrs als fundamentale Stütze des Umweltverbundes hervorgehoben. Die Barrierefreiheit wird ausgebaut, die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum wird verbessert und die Verkehrssicherheit wird erhöht. Das bringt mehr Lebensqualität für alle Berliner*innen!

Schulwegsicherheit:

Dass Kinder zu Fuß zur Schule gehen, ist in Berlin noch immer nicht überall die Regel. Die Vorteile, die durch selbständige Mobilität für die kleinsten Verkehrsteilnehmer*innen entstehen, sind vielfältig: verbesserte Wahrnehmung der Umwelt, soziale Bindung zu anderen Kindern, sicheres Agieren auch in anderen Verkehrssituationen. Kinder freuen sich, dass sie mit ihrem Mobilitätsverhalten konkret etwas für die Umwelt tun können. Das Mobilitätsgesetz ermöglicht es nun, Schulwege sicherer zu gestalten und schulisches Mobiltätsmanagement einzuführen. Verkehrsschulen werden abgesichert.

Kiezblocks:

Mit dem Begriff Kiezblock ist ein städtisches Quartier ohne Kfz-Durchgangsverkehr gemeint. In Barcelona werden Quartiere seit einigen Jahren erfolgreich umgebaut. Superblocks heißen die umgebauten Quartiere dort. In einem Kiezblock werden Wohngebiete durch Einbahnstraßen und Sperren an zentralen Punkten des Kiezes so umgestaltet, dass sie für den Kfz-Durchgangsverkehr unattraktiv werden. Schleichwege werden blockiert. Für Anlieger, den Lieferverkehr und Rettungsdienste bleiben alle Gebäude weiterhin erreichbar. Auch der öffentliche Nahverkehr wird bei einer entsprechend angepassten Verkehrsführung nicht eingeschränkt. Ein Kiezblock ist verkehrsberuhigt, schafft mehr Platz für Begegnungen, eine Begrünung des öffentlichen Raums, für Spaziergänge und Sport oder für Kinder zum Spielen. Um die Kiezblocks erfolgreich und lebenswert zu gestalten, müssen sie zusammen mit den Menschen vor Ort entwickelt werden. Die Bewohner*innen kennen ihren Kiez am besten! Lärm und Abgase werden reduziert und dem Fuß- und Radverkehr wird mehr Raum geben. Auch die Möglichkeit für regelmäßige Spielstraßen wird geschaffen. Es geht um mehr Lebensqualität für die Menschen.